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Scheidung einreichen in Hamburg

Du lebst in Hamburg und brauchst einen klaren Überblick zu Scheidung einreichen? Dann bist du richtig. Wir erklären die Regeln, nennen die Zahlen mit Quelle und zeigen dir, welche Kanzleien in Hamburg das Familienrecht als Schwerpunkt angeben.

Kurz gesagt

Den Scheidungsantrag stellt dein Anwalt beim zuständigen Familiengericht. Ohne Anwalt geht es nicht. Wenn das Trennungsjahr um ist, ihr euch einig seid und der Versorgungsausgleich geklärt ist, ist der Antrag Formsache. Streit über Folgesachen macht ihn zum Verbundverfahren.

Wann du die Scheidung einreichen kannst

Nach § 1565 BGB wird eine Ehe geschieden, wenn sie gescheitert ist. Das Gesetz vermutet das Scheitern nach einem Jahr Trennung, wenn beide die Scheidung wollen, und nach drei Jahren auch gegen den Willen eines Ehegatten. In Hamburg wie überall ist das Trennungsjahr daher der Normalfall. Eine Härtefallscheidung vor Ablauf des Jahres ist möglich, aber die Ausnahme.

Scheidungskosten berechnen

Die Schritte beim Familiengericht

Typischer Zeitplan bei einvernehmlicher Scheidung in Hamburg: Antrag im Monat 0, Zustellung im Monat 1, Versorgungsausgleichs-Auskünfte bis Monat 4 bis 6, Termin im Monat 5 bis 8, Rechtskraft einen Monat später. Streitige Folgesachen wie Unterhalt oder Zugewinn werden im Verbund entschieden und verlängern das Verfahren um Monate bis Jahre.

Antrag stellen oder abwarten

Ein Sonderfall: Wer gemeinsam mit dem Antrag Verfahrenskostenhilfe beantragt, sollte den Antrag selbst stellen, damit die Bewilligung vor der Zustellung geprüft wird. Kanzleien in Hamburg bereiten den VKH-Antrag routinemäßig mit vor.

Scheidungsantrag: die wichtigsten Eckdaten
ZuständigFamiliengericht beim Amtsgericht, meist am Wohnort der Kinder oder am letzten gemeinsamen Wohnort (§ 122 FamFG)
Gerichtskosten2,0 Gebühren nach FamGKG, Vorschuss vom Antragsteller
RegelvoraussetzungTrennungsjahr abgelaufen (§ 1566 Abs. 1 BGB)
AnwaltszwangJa, mindestens für den Antragsteller (§ 114 FamFG)

Stand September 2026; bundesweit geltende Werte.

Für Hamburg lohnt sich die Suche nach Spezialisierung: internationale Scheidungen, Unternehmerscheidungen, Wechselmodell-Konflikte. Viele Kanzleien nennen diese Schwerpunkte auf ihrer Website.

Erst Fakten, dann Termin

Bevor du in Hamburg eine Kanzlei anrufst, notiere drei Dinge: das Trennungsdatum, die Nettoeinkommen beider Ehegatten und ob ihr euch über Kinder, Unterhalt und Vermögen einig seid. Mit diesen Angaben kann der Anwalt im Erstgespräch bereits Verfahrenswert, Kosten und Dauer realistisch einschätzen, statt nur allgemein zu beraten.

Kanzleien mit Familienrecht in Hamburg

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Familiengericht in der Nähe

Amtsgericht Hamburg (1,7 km von Hamburg entfernt). Offizielle Website.

Das Familiengericht ist eine Abteilung des Amtsgerichts. Die örtliche Zuständigkeit richtet sich nach § 122 FamFG (Wohnort der Kinder, sonst letzter gemeinsamer Wohnort) und kann von diesem nächstgelegenen Gericht abweichen. Verbindlich: Orts- und Gerichtsverzeichnis. Quelle Gerichtsdaten: Wikidata.

Tipp: Verfahrenskostenhilfe kennen

Bei geringem Einkommen übernimmt der Staat die Gerichts- und Anwaltskosten ganz oder in Raten (§ 76 FamFG i. V. m. § 114 ZPO). Der Antrag wird zusammen mit dem Scheidungsantrag gestellt.

Häufige Fragen: Scheidung einreichen in Hamburg

Kann ich den Antrag zurücknehmen?
Ja, bis zur Rechtskraft. Die Rücknahme kostet allerdings die bereits entstandenen Gebühren, das Gericht ermäßigt seine Gebühr dann von 2,0 auf 0,5.
Brauche ich für eine Scheidung in Hamburg zwingend einen Anwalt?
Ja. Vor dem Familiengericht besteht Anwaltszwang (§ 114 FamFG). Mindestens der Antragsteller muss anwaltlich vertreten sein. Der andere Ehegatte kann der Scheidung ohne eigenen Anwalt zustimmen, darf dann aber keine eigenen Anträge stellen.
Kann ich den Scheidungsantrag vor Ablauf des Trennungsjahres einreichen?
Ja, wenn das Jahr bis zum Scheidungstermin voll sein wird. Viele Kanzleien reichen den Antrag etwa vier bis acht Wochen vor Ablauf ein, weil die Zustellung und der Versorgungsausgleich ohnehin Zeit brauchen.
Kann ich meinen Ehenamen nach der Scheidung behalten?
Ja. Der Ehename bleibt automatisch bestehen. Wer den Geburtsnamen wieder annehmen möchte, erklärt das nach Rechtskraft gegenüber dem Standesamt.
Welche Unterlagen braucht der Anwalt für den Antrag?
Heiratsurkunde, Geburtsurkunden gemeinsamer Kinder, Personalausweise, Angaben zum Trennungsdatum, Einkommensnachweise für den Verfahrenswert und, falls vorhanden, den Ehevertrag.

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Diese Seite informiert allgemein und ersetzt keine Rechtsberatung. Die Kanzleidaten stammen aus OpenStreetMap (ODbL) und wurden gegen die jeweilige Kanzlei-Website auf Familienrecht-Bezug geprüft; für Vollständigkeit und Aktualität übernehmen wir keine Gewähr. Stand: September 2026.